PEEK Spannzange

Spanndorn/Spannzange aus PEEK (Sehr harter, hochtemperatur- und Chemikalienbeständiger Kunststoff).

Details zur Fertigung:

Das ganze hat als längeres Stück Rundmaterial angefangen – Gespannt im Rundtisch zum Bohren der Freistichbohrungen für die Schlitze – Das muss ganz zu Anfang gemacht werden, weil manche der Querbohrungen später in Planflächen auslaufen.

Der 20-40-80 Block im Schraubstock stützt das Werkstück mit seiner kurzen Einspannung gegen den Bohrdruck. Alternativ hätte man z.B. einen Reitstock nutzen können.

Drehen der ersten Seite – Peek ist relativ hart und neigt an Kanten zum ausbrechen/splittern, da muss man bisschen aufpassen. Abgesehen davon, bearbeitet es sich aber traumhaft gut.
(Bohren kann auch etwas problematisch sein, das Material neigt zum drücken, Bohrer werden heiß und die Bohrungen idr. Untermaß. Wenn möglich Reibe ich Bohrungen nach oder spindle sie aus, sofern ein gewisser Genauigkeitsanspruch gegeben ist.)

Den Innenkegel hab ich mit einem Formmeissel gedreht:

Fräsmaschine, Schlitzen der ersten Seite mit einem 1,5mm Sägeblatt:

Anschließend mit etwas Übermaß abgestochen.

Das Teil ist durch die Schlitzung relativ fragil, im Backenfutter braucht man das nicht mehr spannen. Also hab ich einen „Spanntopf“ aus PVC Restmaterial gedreht, in denen die fertige, erste Seite eng gepasst hat, so konnte ich die Rückseite vorsichtig auf Dicke planen.

Zum drehen des Absatzes auf der Rückseite konnte ich dann mit der Körnerspitze und einem Druckstück abstützen.

Den gleichen Spanntopf auf der Fräse gespannt und auf Rundlauf ausgerichtet.
Ein paar M3 Gewindebohrungen am Rand sind dazu gekommen, die dienen dazu, das Werkstück mit Schraube und Beilagscheibe in den Topf zu spannen.
Zwei Endmaße in den Schlitzen dienen dazu, die Orientierung der Schlitze der ersten Seite zu finden: